Metzgerei Zieger

Winnendens Adresse für den feinen Geschmack………

Über die Herkunft der Maultaschen gibt es mehrere Versionen.

 

Bei den Römern
Aus der Zeit des römischen Imperiums gibt es Einträge aus dem Rezeptbuch einer Köchin, die den Göttinnen Ceres, Pomona und Diana diente. In diesem Buch sind erstmals Nudeltaschen mit einer Füllung erwähnt. Anders als die schwäbischen Maultaschen waren diese jedoch nicht mit einer Fleisch-Gemüse-Füllung bestückt. Nein, im alten Rom bereitete man die Nudeltaschen mit einer süßen Füllung zu.

 

Margarethe von Maultasch
Wir befinden uns im 14. Jahrhundert. Herzogin Margarethe von Maultasch bringt bei einem Besuch aus Tirol ein Nudelgericht mit, das die Schwaben geschwind kopieren. Sie mischen einfallsreich allerlei Kräuter bei, verändern die Größe sowie hier und da eine Kleinigkeit am Gewürz. Und so entsteht die Maultasche.

Diese Variante ist zumindest freundlicher als die, die davon ausgeht, dass die Schwaben nichts weiter als einfach die italienischen Ravioli nachgemacht hätten; sie wurden vergrößert und die Füllungen um ein paar Zutaten verfeinert.

 

Ordensbrüder des Klosters Maulbronn

In der Mitte des 17. Jahrhunderts gab es bei Maulbronn ein Zisterzienserkloster. Der 30-jährige Krieg war gerade vorbei und im ganzen Land herrschten Hunger und Armut. Die Mönche machten sich gerade daran, die Vorbereitungen zum Gründonnerstag zu beenden, mitten in der Fastenzeit. Da jedoch schenkte ihnen plötzlich jemand ein großes Stück frisches Fleisch.

Jeher ist es aber den katholischen Schwaben streng untersagt, freitags und vor allem in der Fastenzeit, Fleisch zu essen. Da der Herrgott besonders gerne aufs Schwabenländle herunterblickt und deshalb alles sieht, hielt man sich auch ehrfürchtig an das Fastengebot. Bis zu jenem  besagten Tag, als die pfiffigen Mönche auf die Idee kamen, dieses Fleisch klein zu hacken und mit anderen Zutaten in Teigtaschen zu verstecken. Die Schwaben geben zu, dass der Herrgott augenzwinkernd dieser Verhüllung zugesehen hätte. Das hat der Maulbronner Nudeltasche (Maultasche) auch den Namen "Herrgotts-B´scheißerle" eingetragen.

 

Welche Geschichte nun stimmt? Suchen Sie es sich aus.

Tatsache ist, dass die Maultasche heutzutage zu den schwäbischen Delikatessen gehört und als solche bekannt ist. Während sie früher als “Arme-Leute-Essen“ galt, ist die Maultasche heute salonfähig geworden.

Wichtig für den Schwaben ist nur, dass die Maultasche als kulinarische Institution ihren Bestand auf dem Speisezettel hat.

...se schmecket halt au sau-guad

 

Maultaschen mal so, mal so

1.)Maultaschen in der Brühe

     mit Zwiebeln geschmälzt, dazu Kartoffelsalat

2.)Maultaschen geröstet mit Ei

     dazu gemischter Salat

3.)Maultäsch`le in Tomatensoße

4.)Maultaschen „Schwaben Art“

    in Zwiebelsoße, dazu gemischter Salat

5.)Maultaschen auf Sauerkraut

    mit geschmälzten Zwiebeln

6.)Maultaschen mit Schinken und Käse überbacken

    dazu gemischter Salat

7.)Maultaschen geröstet mit gemischtem Salat

8.)Maultaschen in Tomatensoße

     mit Käse überbacken, dazu grüner Salat

9.)Maultaschen mit Pilzsoße und Kartoffelsalat

10.)Maultaschen mit frischen Tomaten und Käse überbacken

 

Schwäbische Maultaschen

Der Streit darüber, ob in die echten schwäbischen   Maultaschen Spinat gehört oder nicht, hat schon ganze Familien entzweit. Es gehört! Das heißt nun aber beileibe nicht, dass Maultaschen nicht auch ohne Spinat vorzüglich schmecken können. Lassen Sie sich jedenfalls dieses „Schmankerl“ aus der schwäbischen Küche nicht entgehen.   Maultaschen schmecken übrigens aus der Brühe, angeschmälzt und (in Scheiben geschnitten) angeröstet. Zu den beiden letzteren Versionen passt Kartoffelsalat; Endivien- oder Ackersalat sollten nicht fehlen. Und schlagen Sie beim Anrösten noch ein Ei darüber!